Mühlhausen
Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag
Am 27. Januar begehen Mühlhäuser Bürgerinnen und Bürger traditionell gemeinsam den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus...
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die wirtschaftliche Ausplünderung der deutschen Juden durch den NS-Staat und die aktive Mitwirkung der staatlichen Finanzbehörden an der Vernichtungspolitik während der NS-Diktatur.
Veranstaltungsdetails:
Programm:
Das Gedenken wird von Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns eröffnet. Es folgt eine Ansprache von Pfarrer Marcus Ebert vom Christlich-jüdischen Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen. Den Hauptvortrag hält Prof. Dr. Christiane Kuller, Zeithistorikerin an der Universität Erfurt.
Vortrag: Die Reichtümer, die sie hatten, haben wir ihnen abgenommen – Der NS-Staat und das Vermögen der Juden.
Die staatlichen Finanzbehörden waren maßgebliche Akteure bei der Planung, Legitimation und Umsetzung der wirtschaftlichen Ausplünderung der deutschen Juden und spielten eine Schlüsselrolle in der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Der Vortrag geht der Frage nach, wie kam es dazu, dass ein so großer und weit verzweigter bürokratischer Apparat wie die Finanzverwaltung mit zehntausenden von Mitarbeitern weitgehend reibungslos im Sinne der NS-Politik funktionierte und sich bereitwillig an den Staatsverbrechen des "Dritten Reiches" beteiligte. Die Analyse der Normen und institutionellen Routinen wie auch situativer und personaler Faktoren verdeutlicht die erschreckende Rolle des ganz normaler Finanzbeamter bei der Ordnung des Terrors und zeigt die brutale Wirkung ihres Handelns für die Opfer der Verfolgung.
Zur Referentin: Christiane Kuller ist seit 2013 Professorin für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik an der Universität Erfurt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u. a. die Geschichte der Sozialpolitik, die Geschichte der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland sowie die Geschichte von Erinnerungskulturen. Im September 2025 wurde sie zur Schiedsrichterin der neuen Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut der Bundesregierung berufen.
Die Gedenkveranstaltung wird ausgerichtet vom Christlich-jüdischen Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen, dem Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein und dem Rotary Club Mühlhausen. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns.
Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945. Seit 1996 ist dieser Tag ein bundesweiter gesetzlicher Gedenktag. Die Vereinten Nationen erklärten ihn 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die wirtschaftliche Ausplünderung der deutschen Juden durch den NS-Staat und die aktive Mitwirkung der staatlichen Finanzbehörden an der Vernichtungspolitik während der NS-Diktatur.
Veranstaltungsdetails:
- Termin: Dienstag, 27. Januar 2026, 19:00 Uhr
- Ort: Historische Rathaushalle, Ratsstraße 19, Mühlhausen
- Eintritt: Frei
- Barrierefreiheit: Aufzug im Rathaushof
Programm:
Das Gedenken wird von Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns eröffnet. Es folgt eine Ansprache von Pfarrer Marcus Ebert vom Christlich-jüdischen Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen. Den Hauptvortrag hält Prof. Dr. Christiane Kuller, Zeithistorikerin an der Universität Erfurt.
Vortrag: Die Reichtümer, die sie hatten, haben wir ihnen abgenommen – Der NS-Staat und das Vermögen der Juden.
Die staatlichen Finanzbehörden waren maßgebliche Akteure bei der Planung, Legitimation und Umsetzung der wirtschaftlichen Ausplünderung der deutschen Juden und spielten eine Schlüsselrolle in der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Der Vortrag geht der Frage nach, wie kam es dazu, dass ein so großer und weit verzweigter bürokratischer Apparat wie die Finanzverwaltung mit zehntausenden von Mitarbeitern weitgehend reibungslos im Sinne der NS-Politik funktionierte und sich bereitwillig an den Staatsverbrechen des "Dritten Reiches" beteiligte. Die Analyse der Normen und institutionellen Routinen wie auch situativer und personaler Faktoren verdeutlicht die erschreckende Rolle des ganz normaler Finanzbeamter bei der Ordnung des Terrors und zeigt die brutale Wirkung ihres Handelns für die Opfer der Verfolgung.
Zur Referentin: Christiane Kuller ist seit 2013 Professorin für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik an der Universität Erfurt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u. a. die Geschichte der Sozialpolitik, die Geschichte der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland sowie die Geschichte von Erinnerungskulturen. Im September 2025 wurde sie zur Schiedsrichterin der neuen Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut der Bundesregierung berufen.
Die Gedenkveranstaltung wird ausgerichtet vom Christlich-jüdischen Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen, dem Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein und dem Rotary Club Mühlhausen. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns.
Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945. Seit 1996 ist dieser Tag ein bundesweiter gesetzlicher Gedenktag. Die Vereinten Nationen erklärten ihn 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.