3. Kammerkonzert
Brahms, Beethoven, Dvořák
Die Besetzung des 3. Kammerkonzertes: Violine - Adrian-Liviu Stanciu Violoncello - Sangjun Lee, Klavier - Aran Nho (Foto: Katrin Tschernatsch-Göttling)
Die "Dumka" -ursprünglich ein ukrainischer Tanz, dessen Name sich mit »Gedanke« oder »Nachsinnen« übersetzen lässt- steht für schwermütige, balladenartigen slawischen Gesänge. Dvořáks sechs Dumky verbinden tiefe Melancholie mit leidenschaftlicher Romantik.
Seine erste Cellosonate begann Johannes Brahms im Sommer 1862 bei Bad Münster am Stein, in Ebernburg am Ufer der Nahe. Am anderen Ufer weilte damals Clara Schumann zur Kur. Im Alter von 19 Jahren hatte sich Johannes Brahms in Clara Schumann verliebt. Er – ein junger, mitteloser Komponist, sie – eine gefeierte Pianistin, Frau von Robert Schumann, Mutter von sieben Kindern.
Eine Liebesgeschichte, über die viel gerätselt worden ist. Nun ist Johannes Brahms 29 Jahre alt, als er die ersten beiden Sätze der Cello-Sonate in der Sommerfrische in Baden-Baden schreibt und etwas von der geheimnisvollen Atmosphäre dieses Sommers lässt sich in der Sinnlichkeit und zugleich distanzierten Zurückhaltung der Musik spüren.
»Inter Lacrimas et Luctum« (»Unter Tränen und Trauer«) stand über einem Exemplar der Erstausgabe von Ludwig van Beethovens Cellosonate Nr. 3. Dieser Satz verweist möglicherweise auf die Schrecken Napoleons in Wien 1809 oder auf persönlichen Schmerz, seine Lebensliebe, die verwitwete Gräfin Josephine von Deym, die ihn aber auf Distanz hielt. In jedem Fall vereint die Sonate Virtuosität und Intimität auf wunderbare Weise im Dialog zwischen Cello und Klavier.
Termine
- 21. März, 19 Uhr, Bankettsaal, Schloss Heringen
- 22. März, 11 Uhr, Cruciskirche, Sondershausen
- 29. März, 18 Uhr, Kunsthaus Meyenburg, Nordhausen