18. Automobil-Messe in Erfurt
Die automobile Branchen-Show ist nun volljährig
Die Landeshauptstadt entpuppte sich in den zurückliegenden Jahren als Mekka der Automobillisten aus dem Freistaat und darüber hinaus. In diesem Jahr wurde sie volljährig. Die Nordthüringer Online-Zeitungen mit einem ersten Eindruck von der Eröffnung…
Helmut Peter (links), Michael Kynast (rechts), gemeinsam mit Moderator René Pfeuffer bei der Eröffnung (Foto: nnz)
Der Geschäftsführer der Erfurter Messe, Michael Kynast, begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Präsidenten des Kfz-Gewerbes Thüringen, Helmut Peter. Mehr als 140 Aussteller werden – so die Erwartungen der Organisatoren – über 30.000 Gäste in den kommenden drei Tagen bezüglich ihrer Neuigkeiten informieren.
Helmut Peter gab sich einerseits optimistisch, weil die Branche die Bankenkrise oder die Corona-Krise überlebt habe, andererseits forderte er die Politik auf, auch über eine Strategie nachzudenken, was die Händler mit den gebrauchten E-Mobilen machen sollen. Gibt es auch hier einen E-Bonus? Letztlich weiß Peter aus jahrzehntelanger Erfahrung, sich unsere Kunden nicht vorschreiben lassen, was sie fahren sollen. Am Ende entscheidet die individuelle wirtschaftliche Situation des Einzelnen und nicht die Ideologie.
Die Veranstaltung am Donnerstagabend brachte in erster Linie wieder die Autowelt des Freistaates und auch die von Deutschland zusammen. Das konnte man zu Teilen auch an der Rednerliste festmachen, die mit Andreas Horn, den Erfurter Oberbürgermeister eröffnet wurde.
Für den gibt es keinen besseren Ort für die deutsche automobile Welt als die Messe in Erfurt. Horns Statement war ein deutliches Plädoyer für das Auto in seinen unterschiedlichen Facetten, die jedoch alle zusammen die Menschen nicht nur von A nach B, sondern vor allem einander zusammenbringen wollen. Im wirtschaftlichen Sinne wie auch im privaten Bereich. Der OB verwies auf die kommenden Ansiedlungen von zukunftssicheren Branchen in der Landeshauptstadt, die sich auch in diesem Jahr als ein würdiger Veranstalter erweisen wird.
Mario Voigt, Ministerpräsident des Autolandes Thüringen, freute sich natürlich auch über eine Veranstaltung, die sich als Präsentationsfläche nutzen lässt. Er dankte den Ausstellern und Veranstaltern, dass sie mit ihren Angeboten den Menschen ein Zeichen der Hoffnung geben. Trotz der Rasanz in den politischen Ebenen, trotz der steten Veränderungen – global und lokal.
Ministerpräsident Mario Voigt (Foto: nnz)
Mitunter gleichen sich die Worte von Politikern von Zeit zu Zeit. Bei Mario Voigt ist es die Forderung nach Technologieoffenheit der Antriebe und die Forderung, Deutschland wieder zu einem Land der Ingenieure und Technologen und nicht der Ideologe zu gestalten. Deshalb beschäftige ihn auch die Frage, wie man Automobilität wieder zu einem Wert für Jedermann oder Jederfrau, also erschwinglich machen kann, die nicht am Starnberger See ihr Einkommen erzielen. Schwupp: da war der MP schon wieder in der Wiederholungsschleife: Wir machen den Abbau von Bürokratie weiter, damit am Ende von politischen Handelns und wirtschaftlicher Umsetzung die Liebe der Deutschen am Automobil wieder neu erblühen kann.
Vom Land nun zum Bund und zu Christian Hirte. Der Thüringer Christdemokrat ist seit vorigem Jahr Staatssekretär beim bundesdeutschen Verkehrsminister und widmet sich in Berlin der Aufgabe, Wachstum und Wohlstand zu generieren. Wie? Der bezahlbare Führerschein soll die erste spürbare Aktion sein und natürlich: Die Abschwächung des bisher halben Verbrennerverbotes. Schon gehört? Jetzt noch die E-Prämie.
Nun, sehr interessant kann das für das eingeladene Fachpublikum bislang nicht gewesen sein, denn im hinteren Drittel der Veranstaltungsfläche wurde es zunehmend unruhiger. Die Ankündigung von Hirte, dass das Bundesverkehrsministerium im nächsten Jahr auch ein Aussteller der dann 19. Auflage der Messe sein wird, das war der Kracher.
Nach der Politik waren dann die Menschen am Mikrofon, die von Wirtschaft im Allgemeinen und von Autos im Besonderen etwas verstehen. Den Auftakt machte der CEO Opel und Vauxhall, Florian Huettl, der zudem noch Director von Stellantis Germany ist. Für den ist die angekündigte E-Förderprämie ein deutliches Zeichen der Bundesregierung, dass die Elektromobilität die Autobahn der Zukunft sein wird.
Florian Huettl (Foto: nnz)
Das von den Händlern geforderte Thema Prämie auch für Gebrauchte ließ der CEO brav außen vor. Man werde den Markt beobachten. Nach den Grußworten und Statements wurde dem interessierten Publikum der Eröffnung eine Gesprächsrunde angeboten.
Peter-Stefan Greiner
Helmut Peter (links), Michael Kynast (rechts), gemeinsam mit Moderator René Pfeuffer bei der Eröffnung (Foto: nnz)
Der Geschäftsführer der Erfurter Messe, Michael Kynast, begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Präsidenten des Kfz-Gewerbes Thüringen, Helmut Peter. Mehr als 140 Aussteller werden – so die Erwartungen der Organisatoren – über 30.000 Gäste in den kommenden drei Tagen bezüglich ihrer Neuigkeiten informieren.
Helmut Peter gab sich einerseits optimistisch, weil die Branche die Bankenkrise oder die Corona-Krise überlebt habe, andererseits forderte er die Politik auf, auch über eine Strategie nachzudenken, was die Händler mit den gebrauchten E-Mobilen machen sollen. Gibt es auch hier einen E-Bonus? Letztlich weiß Peter aus jahrzehntelanger Erfahrung, sich unsere Kunden nicht vorschreiben lassen, was sie fahren sollen. Am Ende entscheidet die individuelle wirtschaftliche Situation des Einzelnen und nicht die Ideologie.
Die Veranstaltung am Donnerstagabend brachte in erster Linie wieder die Autowelt des Freistaates und auch die von Deutschland zusammen. Das konnte man zu Teilen auch an der Rednerliste festmachen, die mit Andreas Horn, den Erfurter Oberbürgermeister eröffnet wurde.
Für den gibt es keinen besseren Ort für die deutsche automobile Welt als die Messe in Erfurt. Horns Statement war ein deutliches Plädoyer für das Auto in seinen unterschiedlichen Facetten, die jedoch alle zusammen die Menschen nicht nur von A nach B, sondern vor allem einander zusammenbringen wollen. Im wirtschaftlichen Sinne wie auch im privaten Bereich. Der OB verwies auf die kommenden Ansiedlungen von zukunftssicheren Branchen in der Landeshauptstadt, die sich auch in diesem Jahr als ein würdiger Veranstalter erweisen wird.
Mario Voigt, Ministerpräsident des Autolandes Thüringen, freute sich natürlich auch über eine Veranstaltung, die sich als Präsentationsfläche nutzen lässt. Er dankte den Ausstellern und Veranstaltern, dass sie mit ihren Angeboten den Menschen ein Zeichen der Hoffnung geben. Trotz der Rasanz in den politischen Ebenen, trotz der steten Veränderungen – global und lokal.
Ministerpräsident Mario Voigt (Foto: nnz)
Mitunter gleichen sich die Worte von Politikern von Zeit zu Zeit. Bei Mario Voigt ist es die Forderung nach Technologieoffenheit der Antriebe und die Forderung, Deutschland wieder zu einem Land der Ingenieure und Technologen und nicht der Ideologe zu gestalten. Deshalb beschäftige ihn auch die Frage, wie man Automobilität wieder zu einem Wert für Jedermann oder Jederfrau, also erschwinglich machen kann, die nicht am Starnberger See ihr Einkommen erzielen. Schwupp: da war der MP schon wieder in der Wiederholungsschleife: Wir machen den Abbau von Bürokratie weiter, damit am Ende von politischen Handelns und wirtschaftlicher Umsetzung die Liebe der Deutschen am Automobil wieder neu erblühen kann.
Vom Land nun zum Bund und zu Christian Hirte. Der Thüringer Christdemokrat ist seit vorigem Jahr Staatssekretär beim bundesdeutschen Verkehrsminister und widmet sich in Berlin der Aufgabe, Wachstum und Wohlstand zu generieren. Wie? Der bezahlbare Führerschein soll die erste spürbare Aktion sein und natürlich: Die Abschwächung des bisher halben Verbrennerverbotes. Schon gehört? Jetzt noch die E-Prämie.
Nun, sehr interessant kann das für das eingeladene Fachpublikum bislang nicht gewesen sein, denn im hinteren Drittel der Veranstaltungsfläche wurde es zunehmend unruhiger. Die Ankündigung von Hirte, dass das Bundesverkehrsministerium im nächsten Jahr auch ein Aussteller der dann 19. Auflage der Messe sein wird, das war der Kracher.
Nach der Politik waren dann die Menschen am Mikrofon, die von Wirtschaft im Allgemeinen und von Autos im Besonderen etwas verstehen. Den Auftakt machte der CEO Opel und Vauxhall, Florian Huettl, der zudem noch Director von Stellantis Germany ist. Für den ist die angekündigte E-Förderprämie ein deutliches Zeichen der Bundesregierung, dass die Elektromobilität die Autobahn der Zukunft sein wird.
Florian Huettl (Foto: nnz)
Das von den Händlern geforderte Thema Prämie auch für Gebrauchte ließ der CEO brav außen vor. Man werde den Markt beobachten. Nach den Grußworten und Statements wurde dem interessierten Publikum der Eröffnung eine Gesprächsrunde angeboten.
Peter-Stefan Greiner