De Deiwel un dr Nordhäuser Korn
Unser Leser Andreas Grunwald hat sich intensiver mit den Möglichkeiten der KI beschäftigt und dort eine Geschichte in Nordhäuser Mundart in Auftrag gegeben. Staunen Sie also hier, wie der Doppelkorn tatsächlich entstanden ist. Jedenfalls nach Auffassung von Herrn Grunwald und der KI...
Nu pass ma uff, ich erzähl dir mol, wie dat all mit’m Brannwein in Nordhusen angefangn hat. Un glaub mer: So wie’s die Altvordern immer gesacht ham, is da Deiwel höchstpersönlich Schuld dranne!
Vor veelen hundat Jahrn, wo Nordhusen noch’n Tach länger un’n Groschen härter war, da is der Deiwel mol uff der Neustadt rumgstrichn. Ganz unauffällig wollt er bleibm – aber na ja, mit Hörnern, rotem Kittel un’m Grinsen wie’n Schmusekater klappt dat nich so richdisch.
Die Leite warn eh schlecht druff: kalt war’s, die Felder ham nich ville hergegebm, un dr Pfarrer hat ooch jede Woch dr gleichen Sermon gebabbelt: Sünd dies, sünd das.
Un dr Deiwel dacht sich: Hier lässt sich was reißen!"
Er setzt sich also in ’ne Schmugglerkneipe nei – die gab’s domols schon – un bestellt:
Gebt mer mol e Wässerchen, aber macht’s heiß un mit Wumms!
Der Wirt guckt, kratzt sich, mischt einfach irgendwas zusammen, was hinten in dr Ecke in ’nem Fass vor sich hingefiebert hat.
Der Deiwel nimmt’n Schluck…
Die Augen werden groß…
Die Ohren glühen…
Un er schreit:
Ho-ho-hoo! Nu hob ich’s! Dat Zeuch holt mer die Seel schneller als jede Predicht!
Also zwingt er den Wirt – mit’n paar Funken Schwefel un’n charmanten Zwinkern – dat Rezept aufzuschreibm.
Das war natürlich komplett Kauderwelsch, aber domols hat sowieso keen richtig schreiben könn.
Am nächsten Morchen stellt dr Deiwel ein Fass von dem Zeuch mitten uff’n Markt.
Er ruft: Kommt herbei, ihr Nordhuser! Hier is dat Mittel gegen Kälte, Sorgen un schlechte Laune!
Un du glaubst nich, wie schnell sich da ’ne Menschentraube bildet hat. Die erste Kostprobe war kostenlos – da is dr Nordhuser bis heut nich anders.
Un wie die Leite das Zeug geschlürft ham, ging’s gleich los:
Der Schmied fing an zu singen, obwohl der sonst nur flucht.
Die Bauersfrau hat plötzlich jedm erzählt, wie hübsch ihr Mann doch is.
Einer hat sogar behauptet, er sieht doppelt – un die Leute rumherum ham gesagt: Nee, dat liegt an dir nich, wir sehn ooch alles doppelt!
Der Deiwel stand daneben, grinste breit und dachte sich:
Na siehste, läuft doch! Ein paar mehr von den Fässern un ich brauch in der Hölle bald anbauen.
Aber – un nu kommt der Trick an der Geschichte – die Nordhuser sind zäh.
Statt sich in die Hölle torkeln zu lassen, ham sie schnell begriffen, wie man das Zeuch selber macht.
Sie ham’s verbessert, verfeinert, destilliert, probiert, nochmal probiert – teilweise auch zu viel probiert.
Am End’ entstand der berühmte Nordhäuser Korn.
Un dr Deiwel? Der stand eines Morgens mitten auf'm Kornmarkt, glotzte die Leute an, wie sie fröhlich un breit grinsend ihr eigenes Zeug herstellen – besser als seins.Da hat er sich genervt die Hörner gekratzt un gemurmelt: Verflucht! Die Nordhuser sin mir zu hartnäckich! Die saufn mir nich ins Verderben – die feiern sich höchstens rein!
Un seitdem erzählt mer sich in Nordhusen: Der Deiwel wollt uns holen – un wir ham ihn schlicht weggesoffen.
Andreas Grunwald und seine KI
Nu pass ma uff, ich erzähl dir mol, wie dat all mit’m Brannwein in Nordhusen angefangn hat. Un glaub mer: So wie’s die Altvordern immer gesacht ham, is da Deiwel höchstpersönlich Schuld dranne!
Vor veelen hundat Jahrn, wo Nordhusen noch’n Tach länger un’n Groschen härter war, da is der Deiwel mol uff der Neustadt rumgstrichn. Ganz unauffällig wollt er bleibm – aber na ja, mit Hörnern, rotem Kittel un’m Grinsen wie’n Schmusekater klappt dat nich so richdisch.
Die Leite warn eh schlecht druff: kalt war’s, die Felder ham nich ville hergegebm, un dr Pfarrer hat ooch jede Woch dr gleichen Sermon gebabbelt: Sünd dies, sünd das.
Un dr Deiwel dacht sich: Hier lässt sich was reißen!"
Er setzt sich also in ’ne Schmugglerkneipe nei – die gab’s domols schon – un bestellt:
Gebt mer mol e Wässerchen, aber macht’s heiß un mit Wumms!
Der Wirt guckt, kratzt sich, mischt einfach irgendwas zusammen, was hinten in dr Ecke in ’nem Fass vor sich hingefiebert hat.
Der Deiwel nimmt’n Schluck…
Die Augen werden groß…
Die Ohren glühen…
Un er schreit:
Ho-ho-hoo! Nu hob ich’s! Dat Zeuch holt mer die Seel schneller als jede Predicht!
Also zwingt er den Wirt – mit’n paar Funken Schwefel un’n charmanten Zwinkern – dat Rezept aufzuschreibm.
Das war natürlich komplett Kauderwelsch, aber domols hat sowieso keen richtig schreiben könn.
Am nächsten Morchen stellt dr Deiwel ein Fass von dem Zeuch mitten uff’n Markt.
Er ruft: Kommt herbei, ihr Nordhuser! Hier is dat Mittel gegen Kälte, Sorgen un schlechte Laune!
Un du glaubst nich, wie schnell sich da ’ne Menschentraube bildet hat. Die erste Kostprobe war kostenlos – da is dr Nordhuser bis heut nich anders.
Un wie die Leite das Zeug geschlürft ham, ging’s gleich los:
Der Schmied fing an zu singen, obwohl der sonst nur flucht.
Die Bauersfrau hat plötzlich jedm erzählt, wie hübsch ihr Mann doch is.
Einer hat sogar behauptet, er sieht doppelt – un die Leute rumherum ham gesagt: Nee, dat liegt an dir nich, wir sehn ooch alles doppelt!
Der Deiwel stand daneben, grinste breit und dachte sich:
Na siehste, läuft doch! Ein paar mehr von den Fässern un ich brauch in der Hölle bald anbauen.
Aber – un nu kommt der Trick an der Geschichte – die Nordhuser sind zäh.
Statt sich in die Hölle torkeln zu lassen, ham sie schnell begriffen, wie man das Zeuch selber macht.
Sie ham’s verbessert, verfeinert, destilliert, probiert, nochmal probiert – teilweise auch zu viel probiert.
Am End’ entstand der berühmte Nordhäuser Korn.
Un dr Deiwel? Der stand eines Morgens mitten auf'm Kornmarkt, glotzte die Leute an, wie sie fröhlich un breit grinsend ihr eigenes Zeug herstellen – besser als seins.Da hat er sich genervt die Hörner gekratzt un gemurmelt: Verflucht! Die Nordhuser sin mir zu hartnäckich! Die saufn mir nich ins Verderben – die feiern sich höchstens rein!
Un seitdem erzählt mer sich in Nordhusen: Der Deiwel wollt uns holen – un wir ham ihn schlicht weggesoffen.
Andreas Grunwald und seine KI
