Weihnachten beginnt mit Heiligabend

Krippenspiele und Gottesdienste allerorten

In fast jedem Ort unseres Landes steht eine Kirche. Und in fast jeder Kirche wird am Heiligen Abend ein Gottesdienst gefeiert. Es ist der ebenso besinnliche wie feierliche Start in die Weihnachtsfeiertage, der etwas Besonderes bereithält.

Szene aus dem Krippenspiel in der Lengefelder Nikolaikirche. (Foto: Jochen Miche) Szene aus dem Krippenspiel in der Lengefelder Nikolaikirche. (Foto: Jochen Miche)
In diesen Heiligabendgottesdiensten wird alljährlich der Geburt von Jesus Christus gedacht. Es ist das Schönste, was jemand erleben darf: die Geburt eines Menschen. Und weil Jesus ein besonderer Mensch war, wird seiner bis heute in der Weihnachtszeit immer wieder mit Freuden gedacht.

Was ihn so besonders gemacht hat? In wenigen Worten zusammengefasst: Er vollbrachte eine Menge Wunder, half unter anderem Menschen, ins Leben zurückzukehren oder auch einfach nur, gesund zu werden (nachzulesen im Neuen Testament der Bibel). Und er erfüllte Prophezeiungen, wie sie schon Jahrhunderte vor seiner Geburt aufgeschrieben worden waren (die wichtigsten dieser Texte sind im Alten Testament der Bibel zusammengefasst).

Das Wichtigste aber, was ihm zuzuschreiben ist, können wir allein schon seinem Namen entnehmen: Jesus. Ihm und seinem Wirken und Nachwirken widmet sich das gesamte Neue Testament der Bibel. Das Neue Testament wurde ursprünglich in Griechisch abgefasst. Und der dort festgehaltene Name „Jesus“ bedeutet dasselbe wie die hebräische Version dieses Namens „Josua“, und zwar „Gott ist Rettung“. Jesus wird auch mit „der Gesalbte“ übersetzt.

Jesus erhielt seinen Namen übrigens erst acht Tage nach seiner Geburt. Das erinnert an die Schwierigkeiten, die Eltern bis heute haben, sich für einen Namen für ihr Kind zu entscheiden. In diesem Fall aber lief das anders. Josef, der Verlobte von Maria (Jesu Mutter) war, nachdem Maria schwanger geworden war, im Traum ein Engel erschienen, der ihm sagte: „Die Frau, die du liebst, wird einen Sohn gebären. Dem sollst du den Namen Jesus geben.“

16 Kinder und Jugendliche gestalteten unter Leitung von Renate Rüdiger das Krippenspiel in ihrer Kirche in Lengefeld. (Foto: Jochen Miche) 16 Kinder und Jugendliche gestalteten unter Leitung von Renate Rüdiger das Krippenspiel in ihrer Kirche in Lengefeld. (Foto: Jochen Miche)
An die Umstände, unter denen Jesus Christus geboren wurde, erinnern alljährlich Krippenspiele in Kirchen und Gemeindesälen. Ein Krippenspiel wurde heute, am Heiligen Abend, auch in der evangelischen Kirche St. Nikolai in Lengefeld bei Sangerhausen aufgeführt. Der Name St. Nikolai erinnert an Nikolai, den Bischof von Myra. Dessen Geburtsdatum ist nicht bekannt, dafür aber, wann er starb: um den 6. Dezember des Jahres 350. Nikolai musste für zehn Jahre ins Gefängnis, weil er sich zur Lehre des Jesus Christus bekannte. Weil Nikolai – wie sein Vorbild Jesus – viel Gutes für die Menschen getan hat, wird auch seiner alljährlich gedacht: um den Nikolaustag herum (6. Dezember).

Hier schließt sich der Kreis: Jesus, Nikolai, Lengefeld. Und in dieser Lengefelder Kirche begann um 16.30 Uhr ein Gottesdienst mit Krippenspiel. Gestern Vormittag gab es dazu eine Generalprobe, während der wir ein paar Fotos machten, die wir Ihnen, sehr geehrte Leserinnen und Leser, auf dieser Seite zeigen möchten.

In dieser Szene sehen wir hinten Maria und Josef (Lotta und Leonhard) vor der Krippe sitzen, Letizia und Talia beim Singen des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" und im Vordergrund Laura und Anna, welche die Rahmenhandlung spielen (Laura muss einen Aufsatz über Weihnachten schreiben, Anna erzählt ihr die Weihnachtsgeschichte). (Foto: Jochen Miche) In dieser Szene sehen wir hinten Maria und Josef (Lotta und Leonhard) vor der Krippe sitzen, Letizia und Talia beim Singen des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" und im Vordergrund Laura und Anna, welche die Rahmenhandlung spielen (Laura muss einen Aufsatz über Weihnachten schreiben, Anna erzählt ihr die Weihnachtsgeschichte). (Foto: Jochen Miche)
Mit diesen Bildern und der Weihnachtsgeschichte, wie sie uns in der Bibel übermittelt wurde, möchten wir allen Menschen ein ebenso friedvolles wie fröhliches Weihnachtsfest wünschen.